Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 10

von Diakonin Hilke Grabau

Fürchtet euch nicht!

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 10 (15. April 2020)

Bitte beachten Sie: diese Andacht muss nicht perfekt sein!
Sie dürfen stocken und stottern, Sie dürfen suchen und blättern. Sie sind niemandem etwas schuldig.
Im Gegenteil: Sie sind hier, um vor Gott mit einer Andacht beschenkt zu werden!

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • Ein Evangelisches Gesangbuch
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden ~ Stille

Gebet

Gott, ich bin hier allein
und doch sind wir alle durch deinen Geist miteinander verbunden. Und so feiere ich in deinem Namen Gottesdienst. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Aus Psalm 126 (auch im Evangelischen Gesangbuch Nr. 750)
Wenn Gott uns aus großer Not befreit, wird einer zum anderen sagen: „Es ist wie im Traum.“ Und wir werden zusammen jubeln und fröhlich lachen. Wer uns hört wird sagen: „Wie Gott so wunderbar hilft! Da kann man nur staunen.“ Gott, komm doch und mach uns von allem los, was uns quält. Deine Macht ist unvorstellbar groß. Selbst im trockenen Wüstensand kannst du Wasserbäche sprudeln lassen. Wenn du uns hilfst, werden wir uns fühlen wie Menschen in der Erntezeit. Wenn der Bauer im Frühjahr Körner sät, ist der Acker wie tot, traurig und kahl. Doch bald wächst frisches Grün aus dem Boden. Und schon kommt die Ernte. Dann sind alle ausgelassen und fröhlich. Alle werden reich beschenkt und satt. (Übersetzung von Martin Polster)

Impuls

RÜCKSICHT

Der Countdown läuft: So allmählich wird zunehmend über die Rücknahme von Beschränkungen verhandelt. Und gleichzeitig immer wieder gemahnt: Die Rückkehr in die “Normalität” liegt in weiter Ferne! “Dieser Weg wird kein leichter sein”, das steht schon mal fest. “Der Weg aus den Beschränkungen raus ist schwieriger als der Weg rein,” behauptet u.a. der Stressforscher Mazda Adli, denn noch sitzen wir alle in einem Boot. Aber sobald einzelne Regeln für einzelne Gruppen aufgehoben werden, ist es damit vorbei. Ab diesem Zeitpunkt werden wir alle, und die Schwächeren unter uns besonders, noch einmal auf die Solidarität und Rücksicht ALLER verstärkt angewiesen sein. Dann erst wird sich zeigen, ob wir in dieser Krise dazu gelernt haben oder nicht. Ob wir wirklich über Einsicht und Empathie verfügen, auch wenn sie uns nicht gesetzlich abverlangt werden. “Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. (1.Kor.10, 23 u.24)

Stille oder

Gesang (singen oder summen Sie Lied Nr. 116 „Er ist erstanden, Halleluja!“ oder ein anderes, das Sie mögen) oder

Gebet (Evangelisches Gesangbuch Nr. 814-932: suchen Sie sich eines aus, z.B. Nr. 818, oder sprechen Sie frei, was Ihnen auf der Seele liegt.)

Vaterunser

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen

Gott segne uns und behüte uns, Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

Kerze auspusten

Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz