Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 27

von Pastorin Heike Löhr

Fürchtet euch nicht!

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 27 (08. Juli 2020)

Bitte beachten Sie: diese Andacht muss nicht perfekt sein!
Sie dürfen stocken und stottern, Sie dürfen suchen und blättern. Sie sind niemandem etwas schuldig.
Im Gegenteil: Sie sind hier, um vor Gott mit einer Andacht beschenkt zu werden!

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • Ein Evangelisches Gesangbuch
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden ~ Stille

Gebet
Gott, ich bin hier allein
und doch sind wir alle durch deinen Geist miteinander verbunden.
Und so feiere ich in deinem Namen Gottesdienst. Im Namen des
Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Römer 12,17-21
(Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom:) Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist's möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5. Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22). Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
(Luther-Bibel 2017)

Stille

Impuls
Seit vielen Jahren ist es üblich, dass Konfirmanden sich ihren Konfirmationsspruch selbst aussuchen. Damit sie nicht in der ganzen Bibel danach suchen müssen, stellen wir ihnen eine Auswahl zur
Verfügung. Unter diesen rund 100 Bibelversen gibt es einen, der sich in letzter Zeit großer Beliebtheit erfreut: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Es ist der Schlusssatz vom Predigttext des letzten Sonntags aus Römer 12. Ja, das Böse, das man erfährt, kann einen sehr wütend machen, so dass man dagegen angehen möchte und sich rächen. Paulus schlägt einen anderen Weg vor: die Rache Gott zu überlassen und vielmehr sich zu bemühen, dem Guten Raum zu geben. – Am vergangenen Sonntag haben wir in unseren beiden Kirchen (wegen Corona getrennt) die neuen Konfirmanden begrüßt. Ob unter ihnen auch nächstes Jahr jemand diesen Spruch auswählen wird? Und bei der Gelegenheit. Kennen Sie eigentlich Ihren Konfirmationsspruch noch?

Stille

oder

Gesang (z.B. das Lied EG 416 „O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“)

oder sprechen Sie ein Gebet

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns, Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden
Amen.

Kerze auspusten

Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz