Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 30

von Pastorin Heike Löhr

Fürchtet euch nicht!

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 30 (29. Juli 2020)

Bitte beachten Sie: diese Andacht muss nicht perfekt sein!
Sie dürfen stocken und stottern, Sie dürfen suchen und blättern. Sie sind niemandem etwas schuldig.
Im Gegenteil: Sie sind hier, um vor Gott mit einer Andacht beschenkt zu werden!

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • Ein Evangelisches Gesangbuch
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden ~ Stille

Gebet
Gott, ich bin hier allein und doch sind wir alle durch deinen Geist miteinander verbunden. Und so feiere ich in deinem Namen Gottesdienst. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Matthäus 6,26.28-30
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
(Luther-Bibel 2017)

Stille

Impuls
Etwas fehlt in diesem Corona-Sommer. Ja, natürlich, es ist vieles anders und vieles vermissen wir – aber eins fällt besonders auf: es fehlt der jubelnde Klang aus vielen fröhlichen Kehlen: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. Dieses Lied ist fester Bestandteil in vielen Gottesdiensten der Sommermonate, es gehört zu Treffen von Gruppen und Kreisen dazu, ja selbst bei Beerdigungen erklingt es oft (z.B. wenn der Verstorbene gerne im Garten gearbeitet hat). Die Natur macht Freude, wie sie da so grünt und blüht, wie die Sonnenblumen sich zum Himmel recken und die Äpfel reifen. Da öffnet sich der Mund ganz von selbst zu Lob und Dank (Str. 8). Paul Gerhardt, der Dichter dieses Liedes, freut sich an der Schönheit der Natur und ist dankbar für alles, was Gott in seiner Güte den Menschen zukommen lässt. Und er erkennt in all dem Schönen hier auf der Erde einen Abglanz dessen, was uns Gott im Himmel einst bereiten wird (Str. 9)!

Stille

oder

Gesang (lesen und beten Sie das Lied EG 503 „Geh aus, mein Herz“ doch mal mit all seinen 15 Strophen)

oder

sprechen Sie ein Gebet

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns, Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden
Amen.

Kerze auspusten

Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz