Gottesdienst zum Mitnehmen
– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden
Ausgabe 312 (10. Dezember 2025)
Was Sie brauchen:
- Eine Kerze
- vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
- Zeit für Gott und sich
- Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite
Kerze anzünden
Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade allein sind oder uns allein fühlen.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lukasevangelium 21,28b
Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.
Stille
Impuls
Wer im Lukasevangelium im 21. Kapitel die Verse 25-33 liest, dem werden mitten im Advent apokalyptisch andeutende Szenen geboten. Diese Worte stören unsere vorweihnachtliche Optik vermutlich erheblich. Doch Lukas geht’s nicht ums Ausmalen eines großes Schreckenszenarios, denn er verdeutlicht hiermit: die Vollendung des Heils, die endgültige Erlösung steht noch aus – jetzt, vor dem Fest und auch nach dem Fest. Während der Festtage sind die Nachrichtenkanäle weiterhin gefüllt mit Berichten über Krieg, Gewalt, Unrecht, Willkür, Naturkatastrophen und Unglücksfälle. Auch im privaten Kontext lassen sich die Verwerfungen und Risse in Partnerschaften und Familie an Weihnachten vielleicht überspielen, aber sie lassen sich nicht auflösen. Sie sind weiterhin schmerzlich spürbar. Die Welt bleibt erlösungsbedürftig auch nach Christi Geburt.
Kopf hoch! Erlösung voraus! – das sagt uns Lukas. Im Grunde genommen ist es wie eine kleine apokalyptische Körperübung im Advent: sich nicht nur in der Kirche, sondern auch im Alltag aufrecht hinsetzen, den Kopf heben und mir vor Augen führen, wie ich mir die Erlösung ausmale. Was sollte endlich einmal ein Ende haben? Sicherlich fällt uns allen dazu einiges ein.
Hier trifft Apokalypse auf Advent und skizziert den Graben zwischen Zimtsternen und Zeitenende, aber eben auch die Zuversicht und das Versprechen Gottes, dass er uns erwartet und die Welt und uns am Ende erlösen und erfüllen wird. Und bis dahin heißt es: Das Warten geht weiter, aber im Sinne von Lukas: hoffnungsvoll und unbeirrbar.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Wir gehen nicht ins Nichts, sondern ins Licht! Gott kommt uns entgegen, auch wenn wir unruhig und verzagt auf Gottes Kommen warten. Licht soll es in Fülle geben. Die Welt soll hell erstrahlen durch jede Kerze, jedes Lachen, Singen, Beten und hoffnungsvoll sein. Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. Amen.
Stille
oder
Gesang („O Heiland reiß die Himmel auf“ EG 7 oder ein Lied, das Sie mögen)
oder ein
Gebet
Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.
Stille
Kerze löschen
Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihr Team der Kirchengemeinde Groß-Buchholz, der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde und der ev. Klinikseelsorge der MHH