Gottesdienst zum Mitnehmen
– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden
Ausgabe 325 (11. März 2026)
Was Sie brauchen:
- Eine Kerze
- vielleicht ein Ergänzungsheft zum Evangelisches Gesangbuch
- Zeit für Gott und sich
- Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite
Kerze anzünden
Stille
Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint, auch wenn wir gerade allein
sind oder uns allein fühlen. Sei mit deinem Geist, deiner Kraft
und Liebe bei uns und lass uns im Vertrauen auf deinen Segen leben.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters
und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lukasevangelium 9,62
Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt
für das Reich Gottes.
Stille
Impuls
Dieser Vers aus dem Lukasevangelium ist der Wochenspruch, der uns in dieser Passionswoche begleitet. Am vergangenen Sonntag war der 3. Sonntag der Passionszeit, der Okuli genannt wird. Er erinnert uns an die Worte aus Psalm 25: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn.“
Es ist interessant: In beiden Bibelworten geht es um den Blick. Jesus spricht vom Menschen, der beim Pflügen ständig zurückschaut. Wer einen Acker pflügt, muss nach vorne schauen. Nur so entstehen gerade Furchen. Wer immer wieder nach hinten blickt, zieht krumme Linien und kommt nicht gut voran. Wie oft blicken wir aber zurück auf verpasste Chancen, auf Entscheidungen, die wir anders hätten treffen sollen, auf Gewohntes, das wir nur ungern loslassen. Der Blick zurück kann uns festhalten. Manchmal so sehr, dass wir kaum noch nach vorne gehen.
Darum erinnert uns der Sonntag Okuli daran: „Meine Augen sehen stets auf den Herrn.“ Der Glaube richtet unseren Blick nicht zuerst auf das, was hinter uns liegt, sondern auf Christus, der vor uns geht. In der Nachfolge Christi leben bedeutet deshalb im-mer wieder neu den Blick auszurichten auf Gott, Jesus Christus, das Kreuz und sich dabei von altem zu verabschieden. Das heißt nicht, dass Vergangenheit unwichtig wäre. Sie gehört zu uns. Aber sie darf uns nicht daran hindern, den nächsten Schritt zu gehen, weil Gottes Zukunft in allen Farben vor uns liegt. So ist der Wochenspruch keine Drohung, sondern eine Einladung: Richte deinen Blick nach vorne. Richte deine Augen auf Christus. Denn wer auf ihn schaut, findet Ori-entierung für den Weg – auch dann, wenn der Acker des Lebens manchmal schwer zu pflügen ist. Gott lässt dort Neues wachsen.
Stille
oder
Gesang („Kreuz, auf das ich schaue – Ergänzungsheft zum EG Nr. 22)
oder ein
Gebet, das Sie mögen
Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.
Stille
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Bleiben Sie gesegnet und behütet
Ihr Team der Kirchengemeinde Groß-Buchholz, der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde und der ev. Klinikseelsorge der MHH