Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 326

von Pfarrer Dr. Gebhard Löhr

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden

Ausgabe 326 (18. März 2026)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG) oder die freiTöne (fT)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade allein sind oder uns allein fühlen. So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst in der Gemeinschaft der Kirche im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Impuls aus der Bibel:
Jesus sagt: „Werden nicht zwei Sperlinge für 5 Pfennige verkauft? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater! So fürchtet euch nun nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge“
(Matthäusevangelium, Kapitel 10, Verse 29 und 31).

Stille

Andacht
Endlich ist der Frühling da. Man merkt es nicht nur an den Bäumen und Sträuchern, an denen das erste Grün anfängt zu knospen und auszutreiben, sondern auch an den vielen Vögeln im Gebüsch. Überall flattert und ziept es, morgens hört man den schönen Gesang. In unserem Nistkasten scheinen sich die Bewohner wieder einzufinden. Ist es nicht wunderbar, dass unser Gott keines von diesen kleinen Wesen vergisst? Dass er keines von ihnen aus seiner Hand fallen lässt? Sie sind Gott alle wertvoll, obwohl die Menschen sie (damals) nur für ein paar Pfennige kaufen und verkaufen konnten. Unsere Wertvorstellungen sind eben nicht die unseres Gottes…das sollten wir nie vergessen!
Die Vögel sind hier aber vor allem ein Gleichnis: Jesus will sagen, dass wir Menschen, jeder und jede einzelne von uns, von Gott genau so wenig vergessen werden wie die Vögelchen (und anderen Tierchen). Ja, gerade weil Gott all die kleinen Tiere nicht aus einer Hand fallen lässt, können wir getrost und sicher sein, dass er uns Menschen – die wir ja nach seinem Ebenbilde geformt sind – erst recht nicht aufgeben wird. Und es ist Gott auch nicht unmöglich, uns alle in seinem Gedächtnis zu behalten, uns allen seine Aufmerksamkeit zu schenken: den unzähligen Vögeln, die wir nie und nimmer zählen können, geschieht ja dasselbe. Also: wir sind in Gottes Hand, geborgen und bewahrt, und er vergisst und verliert uns nicht, da dürfen wir ganz sicher sein (auch wenn wir das vielleicht ganz anders empfinden...)
Der Frühling ist da. Die Welt wird hell. Wir können aufatmen. Aber nicht nur, weil die Natur endlich wieder licht und sonnig und mild erscheint (es gibt noch genug Dunkelheit in unserer Welt, gerade zurzeit), sondern auch, weil wir innerlich ins Licht der Sonne getaucht werden. Weil uns innerlich Frühling werden soll, in der Hand Gottes. Weil bald Ostern ist, wo wir von diesem Gott, der die kleinen Tiere in seiner Hand hält, endgültig gerettet werden, durch seinen Sohn Jesus Christus. Wo wir feiern können, dass wir alle nicht aus seinen Händen fallen, nicht einfach in den Tiefen von Tod und Leid verloren gehen. Weil wir und unser Wert für Gott mit Geld gar nicht zu bezahlen ist….

Gesang: Singen oder lesen Sie das Lied EG 504 („Himmel, Erde, Luft und Meer“)

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

Kerze löschen

Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihr Team der Kirchengemeinde Groß-Buchholz, der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde und der ev. Klinikseelsorge der MHH