Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 327

von Pastorin Anna Schwengber

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden

Ausgabe 327 (25. März 2026)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

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Stille

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint, auch wenn wir gerade allein sind oder uns allein fühlen. Sei mit deinem Geist, deiner Kraft und Liebe bei uns und lass uns im Vertrauen auf deinen Segen leben.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Brief an die Römer, Kapitel 4, Vers 18
„Wo keine Hoffnung war, hat er auf Hoffnung hin geglaubt.“

Stille

Impuls
Jedes Jahr aufs Neue bin ich im März ver-zaubert. In den ersten, noch kalten Tagen sehe ich auf den Rasenstreifen neben oder zwischen den grauen Asphaltstraßen von Hannover – zum Beispiel auf der Karl-Wiechert-Allee – grüne Stängel stehen. Trotz der Unwirtlichkeit zwischen Asphalt und Abgase kämpfen sie sich Jahr um Jahr aus dem Erdreich ans Licht. Und dann, wenn die Sonne immer und immer mehr Kraft in die grünen Stängel schickt, dann entfaltet sich ein wunderbarer gelber Osterglocken-Teppich. Es ist die pure Freude für Auge und Herz, finde ich.
Und ich sehe in dieser gelben Glockenpracht an genau diesen Orten auch das, was uns bald bevorsteht: ich sehe Ostern. Ich sehe Hoff-nung trotz allem. „Wo keine Hoffnung war, hat er auf Hoffnung hin geglaubt.“ – das schrieb der Apostel Paulus über Abraham, der von Gott als Stammvater auserwählt wurde. Trotz allem.
Auf Hoffnung hin glauben – daran glauben, dass da jemand, Jesus, auferstanden ist, den Tod besiegt hat, zum Christus wurde – das fällt nicht immer leicht. Diese Nachricht in der Welt zu Gehör zu bringen, dass lässt einen immer wieder auch Spott oder Ablehnung ernten. Manchmal könnte ich darüber verzweifeln.
Und dann sehe ich sie wieder: die Osterglocken. Ein Teppich voll Hoffnung an einem Ort, der so oft nicht beachtet wird, an dem nur schnell vorbeigefahren wird, der im schlimmsten Fall ein Ort von Un-fällen ist. Und genau hier wachsen sie, Jahr um Jahr, Stängel um Stängel, Blüte um Blüten. Ein Hoffnungsleuchten. Trotz allem.

Stille

oder

Gesang („Aus der Zwiebel wird die Blume“ freiTöne Nr. 40)

oder ein

Gebet, das Sie mögen

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

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Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihr Team der Kirchengemeinde Groß-Buchholz, der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde und der ev. Klinikseelsorge der MHH