Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 38

von Diakonin Hilke Grabau

Fürchtet euch nicht!

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 38 (23. September 2020)

Bitte beachten Sie: diese Andacht muss nicht perfekt sein!
Sie dürfen stocken und stottern, Sie dürfen suchen und blättern. Sie sind niemandem etwas schuldig.
Im Gegenteil: Sie sind hier, um vor Gott mit einer Andacht beschenkt zu werden!

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • Ein Evangelisches Gesangbuch
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden, Stille, Gebet

Gott, ich bin hier allein  und doch sind wir alle durch deinen Geist miteinander verbunden.
Und so feiere ich in deinem Namen Gottesdienst. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Aus Prediger 3
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
flanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;
herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;…
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

Stille

Impuls                    

KURZ ODER LANG?

„Vom Standpunkt der Jugend aus gesehen, ist das Leben eine unendlich lange Zukunft; vom Standpunkt des Alters aus, eine sehr kurze Vergangenheit”, behauptete einst der Philosoph Arthur Schopenhauer.
Wie sehen Sie das? Ist eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 80 Jahren eine lange oder eher kurze Zeit?
„Alles hat seine Zeit”, heißt es in der Bibel. Aber ist das wirklich noch so?
Oder hat der Sänger Johannes Oerding recht, wenn er singt: „Wenn überall immer alles geht, ist der Moment nichts mehr wert.”?
Wenn der Moment nichts mehr wert ist, dann sind´s auch die Stunden, Tage und Wochen nicht mehr!
Würdigen wir also den Moment. Gönnen wir uns genussvolle und meditative Atempausen.
Sie sind heute wichtiger denn je. „Alles hat seine Zeit” - auch die Stille sollte zu ihrem Recht kommen. So kann auch der Herbst seine „Erleuchtungen” haben…
 

Stille

oder

Gesang (singen oder summen Sie das Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“ oder ein anderes, das Sie mögen)

oder
Gebet (Evangelisches Gesangbuch Nr. 814-932: suchen Sie sich eines aus, z.B. Nr. 817, oder sprechen Sie frei, was Ihnen auf der Seele liegt.)

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen 
Gott segne uns und behüte uns, Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden Amen.

Kerze auspusten

Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz