Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 45

von Pastorin Anna Schwengber

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 45 (11. November 2020)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

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Stille

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade alleine sind oder uns allein fühlen.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Spruch des Tages
„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
(Matthäus 25,40b)

Stille

Impuls
Heute, am 11. November, da feiern wir den Martinstag. Als Kind bin ich mit meinen beiden Freundinnen und unseren Laternen dann losgegangen. Durchs ganze Dorf. Bei einer Frau haben wir jedes Jahr mit besonderer Freude geklingelt. Alle Strophen vom Lied „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ durften wir singen– die ganze Geschichte. Vom armen Bettler, der vor der Stadt im Schnee saß und fror. Von Martin, der auf seinem Pferd saß und seinen warmen Mantel mit dem frierenden Mann teilte. Ohne zu zögern, unverzüglich – „unverweilt“.
Die Frau an der Tür freute sich jedes Jahr auf uns und wir uns auf sie.
Das ist die Botschaft von Sankt Martin: Schau auf deinen Nächsten, bleib nicht allein bei dir. Was braucht der Mensch neben dir? Womit könntest du ihm oder ihr eine Freude machen? Du musst nicht alles weggeben, das nicht, aber überlege, worauf du – vielleicht auch nur anteilig – verzichten kannst zum Wohle des/der Anderen.
In diesem Jahr wird es schwer mit den Martinsumzügen, mit dem Singen an den Türen oder dem Martinshörnchenteilen. Eine Frau aus St. Leon-Rot hat sich deshalb die „Laternen-Fenster“ ausgedacht und ist damit bundesweit auf Begeisterung gestoßen. Vielleicht haben Sie heute auch Lust mitzumachen: Einfach eine Laterne – selbstgebastelt oder gekauft, aus Glas oder Transparentpapier – ins Fenster hängen.
Lichter im Fenster als Erinnerung an Sankt Martin, an das Licht, die Wärme und die Hoffnung, die er mit einem halben Mantel wahr gemacht hat.

Stille

oder

Gesang (singen oder summen Sie das Lied „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ oder ein Lied, das Sie mögen)

oder

Gebet (Idee: Wer bräuchte heute den halben Mantel, Hoffnung und Wärme? Schließen Sie diese Menschen in Ihr Gebet mit ein.)

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen 
Gott segne uns und behüte uns, Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

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Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz