Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 145

von Pastor Jens Seliger

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 145 (28. September 2022)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden

Stille

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade alleine sind oder uns allein fühlen.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wochenspruch 1.Petrus 5,7:
Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.

Stille

Impuls
Jeden Tag in der Zeitung die vielen „schlechten Nachrichten“ aus aller Welt zu lesen und in der Tageschau mit Livebildern in Echtzeit zu se-hen, macht vielen Menschen und auch mir Angst: Krieg in der Ukraine, Unruhen in vielen anderen Ländern, Inflation, Gas- und Strompreise, der Klimawandel mit Dürre, Feuern und Überschwemmungen –
Wohin führt das alles? Was wird geschehen? Was kann ich tun?
Mit diesen Gedanken im Kopf wächst die Sorge über eine Zukunft, die wir kaum beeinflussen können. Ein Freund riet mir: „Ruhig bleiben! Erstmal das Problem haben. Denn 90% der Dinge, die wir uns vorstel-len, passieren so gar nicht. Und die 10% bekommen wir schon hin!“
Leicht gesagt, aber was tun, wenn meine Sorgen trotzdem überhand-nehmen? Wie werde ich meine Gedanken und Sorgen los?
Im Wochenspruch (1.Petr. 5,7) rät Petrus ganz praktisch:
„Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch.“
Ein befreiender Gedanke: Meine „Sorgen-Last“, all die Gedanken über echte oder befürchtete Probleme, einfach bei Gott ablegen!
Und wie fange ich das nun an? Wie lege ich meine Sorge bei Gott ab?
Einfach all die Gedanke, die Ihnen im Kopf rumgehen und Sie belasten, vor Gott aussprechen. Am besten auch wirklich laut aussprechen, da-mit nicht wieder alles nur im Gedanken-Karussell stecken bleibt. Da-rauf vertrauen, dass Gott uns hört, ernst nimmt und unsere Sorgen zu seiner „Chefsache“ macht, „denn er sorgt für euch!“ Im Gebet, im Sprechen mit und Hören auf Gott, klären sich schon viele dunklen Ge-danken und so manches Mal schenkt uns der Geist Gottes auch neue Einsichten, was wir als nächsten, ersten Schritt tun können.
Es hilft dann auch mit anderen Menschen, dem/der Liebsten, Freund oder Freundin zu sprechen. Denn so weiß der andere, was uns gerade bedrückt und kann damit umgehen. Geteiltes Leid ist bekanntlich hal-bes Leid, denn ich trage es nicht mehr allein. Gemeinsam, mit ver-schiedenen Perspektiven aber vereinten Kräften, finden wir gestärkt mit Gottes gutem Geist auch Wege, den konkreten Problemen und der ungewissen Zukunft zu begegnen.

Stille

oder

Gesang (singen oder summen Sie das Lied „Du kannst nicht tiefer fallen“ (EG Nr. 533) oder ein Lied, das Sie mögen)

oder

Gebet EG Nr. 890 (oder suchen Sie aus EG 814-932 für Sie passendes Gebet aus oder sprechen Sie frei, was Ihnen auf der Seele liegt.)

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

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Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz