Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 147

von Pastor Rüdiger Sossna

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 147 (12. Oktober 2022)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

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Stille

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade alleine sind oder uns allein fühlen.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Matthäus 8,26: Jesus sagt zu den Jüngern: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?

Stille

Jesus sagt zu den Jüngern: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam
Ein Unwetter auf dem See Genezareth. Es ist schrecklich, wenn man zu ertrinken droht. Wenn das Boot nicht mehr zu beherrschen ist, wenn jede Menge Wasser in das Innere dringt und ein Kentern kaum noch verhindert werden kann, dann steht Todesangst auf den Gesichtern.
Die Bibel erzählt davon, dass es den Jüngern von Jesus so ergangen ist, während ihr Herr und Meister an Bord war und den Schlaf der Gerechten schlief.
Erste Lektion, die sie gelernt haben: Auch mit Jesus an Bord kann man in Seenot geraten.
Jesus ist keine Versicherung gegen die Unbill des Lebens. Aber darüber haben sie bestimmt erst später nachgedacht.
Im Matthäusevangelium wird berichtet: „Die Jünger weckten Jesus auf und sprachen: Herr, hilf, wir kommen um! Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?"
Zum Glück bleibt es nicht bei diesen Worten, sondern Jesus bringt den Sturm zum Schweigen.
Aber davor diese Vertrauensfrage: „Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?“ Damit will Jesus sagen: Wenn ich mit euch an Bord bin, kann euch nichts passieren, was Gott nicht zulassen möchte.
Wie schon so oft, so wird auch dieses Wunder, das Jesus vollbringt, von vielen Menschen falsch interpretiert.
Es wird berichtet: „Sie verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!"
Dabei hätten sie doch lieber fragen sollen: Was ist das für ein Mann, der von seinen Jüngern absolutes Vertrauen erwartet?
Was hat er ihnen zu bieten, wenn das Wasser über ihren Köpfen zusammenschlägt?
Keine Frage, dass ich Jesus jederzeit um Hilfe bitten kann, wenn mir das Wasser bis zum Halse steht.
Aber ich will mir auch sagen lassen, dass ich einfach mehr Vertrauen brauche.
Vertrauen darauf, dass Gott mit den Stürmen meines Lebens fertig wird. Egal ob ich Angst vor Krankheit oder Arbeitslosigkeit habe, ob eine Freundschaft in der Krise steckt oder ich finanziell vor dem Aus stehe.
Die Gegenwart Jesu hält Stürme nicht fern. Aber er lässt mich in den schweren Stunden meines Lebens nicht allein!

Stille

Gesang (singen oder summen Sie das Lied aus dem Gesangbuch, EG Nr. 607 Vertrauen wagen dürfen wir getrost.)

oder

Gebet (zum Beispiel EG Nr. 814-932: suchen Sie sich ein für Sie passendes Gebet aus oder sprechen Sie frei, was Ihnen auf der Seele liegt.)

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

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Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz