Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 151

von Pastor Frank Waterstraat

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 151 (9. November 2022)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

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Stille

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade alleine sind oder uns allein fühlen.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm 23 (auch im EG Nr. 711)
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wan-derte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Stille

Impuls
Liebe Lesende,
ich denke, wir leben in einer sehr schwierigen Zeit. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass in Europa ein Angriffskrieg mit tausenden von Toten ausbricht und wir die schrecklichen Bilder zerstörter Städte mit toten Menschen in den Straßen sehen müssen. Für mich bildet der 23. Psalm eine solche Situation symbolhaft ab mit dem „tiefen Tal“, in dem der Beter sich an Gott wendet. Was Menschlichkeit und Frieden betrifft, gehen die Menschen in der Ukraine gerade durch ein tiefes, finsteres Tal. Aber nicht nur dort, sondern auch in anderen Lebenssituationen ge-hen wir Menschen durch Täler des Leidens, der Trauer und der Verzweiflung. Der Beter des Psalms macht die Erfahrung, dann nicht alleine zu sein. „Denn du - Gott - bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich“, kann er glauben. Für Christin-nen und Christen gilt genau das. Denn Jesus Christus, Gottes Sohn, ist in unsere Welt gekommen, so, wie sie ist: mit allem Guten und Schönen, aber auch mit al-lem Bösen und Bedrohlichen. Wir dürfen glauben, dass wir durch die Tiefen des Lebens nicht verlassen hindurch ziehen müssen, sondern, dass Gott an unserer Seite ist. Das zu glauben, kann sehr schwer fallen. Aber ich bleibe dabei, an Gottes Nähe auch dann nicht zu verzweifeln. Ich will ihm auch diese Lebenslagen in seine Hand geben und darauf vertrauen, dass er mein Hirte ist und bleibt. Die-ses Vertrauen wünsche ich Ihnen in den Tagen um den Volkstrauertag herum. Gott ist Herr über Lebende und Tote, alle sind in ihm geborgen: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Amen.

Stille

oder

das Lied „Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt“ (EG Nr. 322)

oder

ein Lied, das Sie mögen.

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

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Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz