Bilder: OW und CR

Gottesdienst zu Hause - Nr. 152

von Lektor Eckhard Löhr

Gottesdienst zum Mitnehmen

– ein Gottesdienst zu Hause und mit allen –
durch den Geist verbunden


Ausgabe 152 (16. November 2022)

Was Sie brauchen:

  • Eine Kerze
  • vielleicht ein Evangelisches Gesangbuch (EG)
  • Zeit für Gott und sich
  • Das Faltblatt (PDF) oder diese Seite

Kerze anzünden

Stille

Gebet
Gott, durch deinen Geist sind wir vereint,
auch wenn wir gerade alleine sind oder uns allein fühlen.
So feiere ich jetzt diesen Gottesdienst. Im Namen Gottes, des Vaters
und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Bei dem Herrn ist Gnade und viel Erlösung bei ihm. (Psalm 130, 7b)

Stille

Liebe Lesende,
heute ist Buß- und Bettag, ein Tag, der zum Umdenken einlädt.
Was heute ein gewöhnlicher Arbeitstag mitten in der Woche ist, das war früher auch bei uns mal ein gesetzlicher Feiertag. In vielen Kalendern steht er noch drin, weil die Sachsen ihn behalten haben. Für uns evangelische Christen ist heute einer der höchsten Feiertage. Aber auch Christen anderer Konfessionen lädt der Tag ein, einmal inne zu halten.
Zugegeben: "Büßen" und "beten" klingt jetzt nicht wirklich attraktiv. Und anders als zu Weihnachten oder zu Ostern gibt's auch nichts Süßes. "Was ist das bitte für ein Feiertag", könnte man fragen. Im Neuen Testament ist von „büßen“ oder auch „Umkehr“ die Rede.
Der Buß- und Bettag will also zum Umdenken einladen - zum Nachdenken und Innehalten, ob die eigene Lebensrichtung noch stimmt.
Bertolt Brecht hat einmal formuliert: "Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war." Ich finde dieser Satz zeigt sehr gut, was Buße im Sinne von "Umkehr" meinen kann: Bevor ich einfach immer weiter gehe, bevor ich ganz mechanisch B sage, weil ich ja nun mal A gesagt habe, muss ich prüfen, ob es überhaupt richtig war, A zu sagen Und auf diese Weise kann ich dann manches ändern. Manchmal gibt es die Möglichkeit, etwas zum Guten oder wenigstens zum Besseren zu wenden.
Apropos zuwenden: Natürlich geht es am Buß- und Bettag auch um die eigene Beziehung zu Gott. Sich ihm zuzuwenden – zu ihm zu beten - und mit ihm gemeinsam auf das eigene Leben zu schauen und darauf vertrauen, dass er in allen Irrungen und Wirrungen genauso an unserer Seite ist, wie in guten Zeiten: das ist der Sinn des Bußund Bettags. Gestern, heute und morgen.

Stille

oder

Gesang (singen oder summen Sie „Komm in unsre stolze Welt, Herr mit Deiner Liebe Werben.“ oder ein Lied, das Sie mögen)

oder

Gebet (zum Beispiel EG Nr. 814-932: suchen Sie sich ein für Sie passendes Gebet aus oder sprechen Sie frei, was Ihnen auf der Seele liegt.)

Vaterunser
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Segen
Gott segne uns und behüte uns,
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen.

Stille

Kerze löschen

Bleiben Sie gesegnet und behütet!
Ihre Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde
und Kirchengemeinde Groß-Buchholz